Schulgarten

Unsere Pflanzen haben auch in den Sommerferien Durst!

Das Schuljahr 2017/2018 neigte sich dem Ende und es standen die Sommerferien vor der Tür! Groß und Klein freuten sich sehr. Aber wie sollten wir unser Grünes Klassenzimmer heil über die sonnigen Wochen bekommen? Besonders nachdem im Rahmen der Projektwoche die Gruppe „Minigarten“ Tomaten, Radieschen, Kohlrabi, Sonnenblumen, … gepflanzt hatten.

Zum Glück war die OGS in den ersten drei Wochen der Sommerferien geöffnet, so dass die Kinder das Grüne Klassenzimmer fleißig gießen konnten. Aber wie sollten wir die Pflanzen in den letzten drei Wochen bewässern? Eine einfache Lösung musste her!

Plastikflaschen! Ob Pfand oder nicht. Die Flasche ist leer, was kann man noch mit ihr anstellen, außer sie zu entsorgen? Man kann Plastikflaschen zu kleinen Bewässerungssystemen umfunktionieren. Das ist schnell gemacht:

  • In den Flaschendeckel ein Loch stechen.
  • Am Ende eines längeren Wollfadens einen dicken Knoten knoten.
  • Den Wollfaden von innen nach außen durch den Deckel ziehen, der Knoten verschließt von innen das Loch im Deckel.
  • Flasche mit Wasser füllen und mit dem Deckel verschließen. Der Wollfaden hängt oben am Deckel raus und dient später als Wasserleiter.
  • Neben der zu bewässernden Pflanze ein Loch in die Erde graben, so dass ein Teil der Plastikflasche gut hinein passt (etwa 5cm tief).
  • Für den Wollfaden mit dem Finger oder einem Stöckchen/Stift in dem Loch einen tiefen „Gang“ bohren, so dass der Wollfaden noch tiefer in die Erde gelangen kann.
  • Plastikflasche kopfüber in das Loch stecken, mit Erde befestigen und fertig ist das Bewässerungssystem!

Wie funktioniert das Bewässerungssystem? Durch das Loch im Flaschendeckel und den Wollfaden wird tröpfchenweise Wasser an die Pflanze abgegeben. Wenn die Pflanze Wasser benötigt, versuchen die Wurzeln Wasser zuziehen. Dadurch kommt es in der Plastiklasche zu einem Unterdruck. Die Plastikflasche zieht sich zusammen und lässt so Wasser über das Loch im Deckel und den Wollfaden in die Erde ab.

Tomaten

Radieschen und Erbsen

Kohlrabi

Sonnenblumen

Nach den Sommerferien waren wir sehr gespannt, ob unsere Bewässerung mit Hilfe der Plastikflaschen funktioniert hatte. Und siehe da! Es hat funktioniert! Bis auf die Erbsen haben alle Pflanzen die Ferien gut überstanden und sind kräftig gewachsen!

Die Tomatenpflanzen trugen viele rote, leckere Früchte, die von den Kinder schnell vernascht wurden. Ich war zu langsam mit dem Fotografieren, so dass ich nur noch die unreifen Früchte vor die Linse bekam.

Die Radieschen sind ebenfalls riesig gewachsen. Die Pflanzen blühten und trugen bereits Samenkapseln. Die Radieschen werden wir nicht mehr ernten, sondern stehen lassen und im Herbst die Samenkapseln ernten und für die neue Aussaat im nächsten Frühjahr nutzen.

Die Kohlrabis waren richtig prall und schmecken wunderbar lecker! Die Kaninchen einiger Kinder durften sich über die Reste der Kohlrabipflanzen freuen.

Besonders toll und hochgewachsen waren die Sonnenblumen!

Schön, dass das mit unserer Bewässerung so gut funktioniert hat. Danke auch an die OGS Kinder und OGS KollegInnen, die in den ersten drei Wochen der Ferien die Pflanzen gegossen und die Plastikflaschen mit Wasser aufgefüllt haben!

Das freut nicht nur uns!

(September 2018)

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Im Frühjahr des Schuljahres 2017/2018 errichtete die GGS Riphahnstraße auf ihrem Schulhof ein grünes Klassenzimmer. Das grüne Klassenzimmer besteht aus acht großen Kübeln und mehreren Bänken, die in liebevoller Arbeit vom Hausmeister, Herr Dobko, gezimmert wurden.

Im Rahmen einer Natur- und Garten-AG werden regelmäßig gemeinsam mit den Kindern verschiedene Obst- und Gemüsesorten sowie Kräuter gepflanzt. Die Kinder sind für die Pflege der Pflanzen und die Ernte zuständig. Anhand von Beobachtungstagebüchern vollziehen sie unter anderem das Leben einer Pflanze vom Samen bis zur Frucht nach und dokumentieren ihre Vermutungen und Beobachtungen. Ebenfalls werden die Themen “Nachhaltigkeit” und “Gesunde Ernährung” thematisiert. Die Ernte wird entweder als Rohkost verzehrt oder weiterverarbeitet. Gemeinsam werden gesunde und leckere Speisen zubereitet. Z.B. Salate, Suppen, Kuchen, Marmeladen, Gemüsechips (als gesunde Knabbereien) u.v.m. Durch das gemeinsame Pflanzen, Pflegen, Beobachten, Ernten, die Zubereitung vielfältiger Speisen und das gemeinschaftliche Essen lernen die Kinder nicht nur mit all ihren Sinnen sondern bauen ihre Wertschätzung für die Natur kontinuierlich weiter aus.

Gerne möchten wir das Gartenprojekt erweitern. In Zusammenarbeit mit der Stadt Köln sind eine Bienenwiese, eine Beerenobstwiese und eine Streuobstwiese in Planung. Darüber hinaus wollen wir einen Schulgarten errichten und diesen als Lernort in den Unterricht integrieren.

Im November 2017 kamen mehrere Mitarbeiter von Ford in unsere Schule. Gemeinsam mit dem Gärtnermeister beseitigten sie tatkräftig die Ziergräser, die bis dahin wild in den Beeten vor und hinter dem OGS-Trakt gewachsen waren.

An Stelle der Ziergräser sollen eine Bienenwiese und eine Beerenobstwiese entstehen. Die Mitarbeiter von Ford kamen zügig voran, sodass noch genügend Zeit blieb, um vier Hochbeete zusammenzusetzen, die im Frühjahr im Rahmen der Natur- und Garten-AG von den Kindern bepflanzt werden.

Ebenfalls strichen sie den Eingangsbereich des Schulgebäudes in einem hellen Gelb und einem frischen Grün und malten auf den Schulhof ein großes Hunderterfeld.

Gestärkt wurden die helfenden Hände durch ein reichhaltiges Buffet, das von freundlichen Eltern zubereitet wurde.

Die GGS Riphahnstraße bedankt sich herzlichst bei den Mitarbeitern von Ford, dem Gärtnermeister, den Eltern und bei unserem Hausmeister!

(Februar 2018)